Studentisches Fechten
Als pflichtschlagende Verbindung pflegen wir die Tradition des studentischen Fechtens. Das akademische Fechten, Mensur genannt, fordert von unseren Mitgliedern Mut, Disziplin und Standhaftigkeit.
Das Fechten ist ein wichtiger Bestandteil unseres Verbindungsalltags. Es wird regelmäßig geübt und verlangt Konzentration, Ausdauer und die Bereitschaft, Verantwortung für sich selbst und die Gemeinschaft zu übernehmen.
Historische Wurzeln
Die Austragung von Mensuren geht auf das Recht der Studenten zurück, Waffen zu tragen. Dieses Recht etablierte sich im ausklingenden Mittelalter mit der Gründung der ersten Universitäten.
Lange Reisewege und die allgegenwärtige Gefahr von Überfällen machten eine angemessene Bewaffnung zur Selbstverteidigung notwendig. Aus dieser bewaffneten studentischen Lebenswelt entwickelte sich über die Jahrhunderte eine eigene Fechttradition.
Vom Duell zur Mensur
Der sogenannte Schläger, der uns auch heute noch als Hiebwaffe dient, entwickelte sich ebenso wie die Mensur aus der Notwendigkeit, das ausufernde Duellwesen der Studenten zu reglementieren.
Im Unterschied zum Duell dient die Mensur nicht der Beilegung persönlicher Streitigkeiten. Sie ist ein geregelter Vergleich fechterischen Könnens, getragen von festen Formen, Vorbereitung und gegenseitigem Respekt.
Gelebtes Kulturerbe
Das akademische Fechten ist gelebtes studentisches Kulturerbe, das seit Jahrhunderten gepflegt wird. Für uns ist sie ein zentrales Bindeglied unserer Gemeinschaft.
Sie schafft ein Bewusstsein für Kontinuität und schweißt zusammen, weil jeder Bundesbruder, unabhängig von seinem Semester, sich ihr gestellt hat. So verbindet die Mensur persönliche Bewährung mit der Geschichte und dem Zusammenhalt unseres Bundes.