Bundgeschichte

 

 

1876:
Am 14. Jänner erfolgte durch Allerhöchste Entschließung seiner Majestät, des Kaisers Franz Josef I die Errichtung der k.k. Staatsgewerbeschule in Salzburg. Als erster Direktor der Anstalt fungierte der große Organisator und moderne Städtebauer, Architekt Camillo Sitte, dessen Einfluß für die Gründung unserer Korporation maßgebend war.
1888:
Am 20. September wurde die "Alldeutsch-pennal-conservative Burschenschaft Gothia" gegründet. Gründungsbursch und erster Sprecher war Karl Lürzer Ritter von Zehendthal. Als Farben der Burschenschaft wurden Blau-Silber-Rot festgelegt, dem Familienwappen unseres Gründers Karl Lürzer Ritter von Zehendthal, aus dem 16. Jhdt entnommen; Schloß Dorfheim bei Saalfelden. Als Mützenfarbe wurde Weinroter Samt gewählt. Weitere Gründungsburschen waren: Matauschek, Steinschaden, Heller, Cerny, Gruber, Ontel, Fürböck, Kopetzky, Ceconi Heinrich, Walter Richard, Winter.
1889:
Am 1. Dezember wurde die Gothia nach einer Reihe von Anerkennungsmensuren durch die Burschenschaft Germania Innsbruck zur Burschenschaft geschlagen.
1891:
Am 28. Jänner wurden die ersten Satzungen der B! Gothia beschlossen.
1892:
Am 12. Jänner ging die "Verbindung Alemannia" in der B! Gothia auf.
1892:
Ein ganz besonderes Fest war die Fahnenweihe am 6. Februar. Fahnenpatin war Frl. Therese Steinschaden, die Schwester eines unserer Gründungsburschen. Vielen Semestern flatterte das Banner als Sinnbild voran, überlebte die Wirren beider Weltkriege und wird als ältestes Stück unseres Couleurschatzes gehütet.
1893:
Am 23. Juni wurde das Bundeslied, das von unserem Bundesbruder Walter geschrieben wurde, das erstemal gesungen. Auch das Farbenlied von Heller und dem Ivaren Pölzl stammt aus dieser Zeit.
1899:
wurde in Salzburg die "Deutsch-Österreichische Burschenschaft Germania" gegründet. Die Farben der Germanen waren Rot-Weiß-Grün. Sie trugen hellrote Mützen und führten den gleichen Zirkel wie die B! Gothia.
1909:
Rege freundschaftliche Beziehungen führten zum Abschluß des Kartells "Gothia-Germania" am 1. Dezember. Die Farben des Kartells waren Grün-Rot-Silber.
1915:
16 Jahren intensiver burschenschaftliche Tätigkeit wurden durch den Erste Weltkrieg beendet. Am 15. Jänner 1915 mußte die B! sistiert werden, da alle Kräfte im Dienste des Vaterlandes standen.
1918:
Trotz schwerer Verluste lebte der burschenschaftliche Geist bald wieder auf. Bereits im Herbst gründete ein Schüler der Bundesgewerbeschule, Anton Hofmann, die Verbindung "Jung-Gothia".
1919:
Am 28. Jänner wurde die Sistierung der B! Gothia aufgehoben. Die "Jung-Gothia" wurde aufgelöst und ein Großteil der Mitglieder sprang bei der B! Gothia ein.
1919:
IIm Oktober trat der letzte aktive Bursch der D.Ö.B! Germania Salzburg zur B! Gothia über und brachte den vorhandenen Germanenschatz mit. Die D.Ö.B! Germania wurde somit gemäß dem Kartellvertrag mit der B! Gothia vereinigt, das Kartell wurde aufgelöst.
1920:
Am 7. November schlossen sich die völkischen Korpoationen Salzburgs zu einer Arbeitsgemeinschaft, dem "Salzburger Delegierten-Convent" (SDC) zusammen. Er bestand aus: Burschenschaft Gothia, Realschulverbindung Cheruskia, Lehramtszöglingsverbindung Rugia und Mittelschulverbindung Ivaria. Den Vorsitz führte durch sechs Semester bis zu der am 8. November 1923 erfolgten Sistierung die B! Gothia.
1921:
Die ersten Jahre nach dem Krieg waren durch intensiven Wiederaufbau unserer Burschenschaft gekennzeichnet. Am 12. Februar wurde der Altherrenverband neu gebildet und am 7. April wurde auf Grund der vorgelegten Satzungen die Bildung des Vereines der A.B! Gothia, von der Vereinsbehörde genehmigt. Durch völkische Tätigkeit unserer Bundesbrüder, auch außerhalb der Korporation, fand die B! Gothia viele Freunde und Gönner, die uns bei diesem Wiederaufbau wesentlich unterstützten.
1924:
Das 70. Semester führte uns mit dem Conservativen-Delegierten-Convent Wien (CDC) zusammen (Vereinigung Schläger schlagender fachstudentischer Korporationen). Da wir bereits 1921 mit dem Schlägerfechten begonnen hatten, traf die nunmehrige Einführung des Schlägerprinzipes auf keine Schwierigkeiten.
1924:
Im 71. Semester (3. Oktober - 7. Februar 1925) übernahmen wir unsere Bude im Gasthof "Höllbräu". Der bisherige Titel "Alldeutsch-pennal-conservative Burschenschaft Gothia" wurde in "Technische Vereinigung Burschenschaft Gothia" abgeändert.
1925:
Am 24. April wurde die B! Gothia als offizielles Mitglied in den CDC aufgenommen. Auf Grund unseres Antrages trat der CDC anläßlich seines 15-jährigen Bestandsjubiläums 1925 als Österreichischer Landesverband dem Karthäuser-Deputierten-Convents-Verband (K.D.C.V.) Bayern bei, der wiederum dem Süddeutschen Ring technischer Verbände angegliedert war.
1925:
Für das 73. Semester wäre der Beschluß vom 5. Dezember hervorzuheben, demnach allen Gothen der Einsprung in eine andere Korporation mit Ausnahme von CDC-Verbandskorporationen nicht gestattet ist (Lebensbundprinzip).
1928:
Den Höhepunkt regen burschenschaftlichen Lebens bildete wohl das 40. Stiftungsfest im Dezember mit mehr als tausend Gästen.
1933:
Der Betrieb war durch die politische Lage sehr erschwert.
1935:
Mit 20. September mußte der Aktivbetrieb eingestellt werden.
1938:
Das 100. Semester wurde offiziell mit dem 50. Stiftungsfest am 8. Dezember im Kurhaussaal beschlossen und gab noch einmal Zeugnis von der Stärke der B! Gothia. Die Niederlegung der Farben, die "freiwilligen Auflösung" und die Bestellung des EB Peternell zum Erbwahrer der B! bilden den Schlußakt der Zwischenkriegszeit.
1951:
Der Bestand unserer Burschenschaft stand stets mit dem Blühen und Gedeihen der Bundesgewerbeschule in Salzburg in enger Beziehung. Der 75-Jahr-Feier der BGSch war die Gründung des Absolventenringes durch unsere Alten Herren vorausgegangen. Mit dem Schuljubiläum wurde auch das Wiedersehensfest der alten Gothen gefeiert und Kräfte für die schon lange vorbereitete Reaktivierung der B! Gothia gesammelt. So wie innerhalb von drei Jahren durch organisatorische und finanzielle Hilfe unserer Alten Herren die Fertigstellung des Schulbauhofes Nonntal möglich wurde, konnte auch der finanzielle Grundstock für einen Aktivbetrieb geschaffen werden.
1952:
Am 21. April wurde auf Grundlage der eingebrachten Satzungen der Bestand des Vereines "Technische Vereinigung Burschenschaft Gothia" von der Vereinsbehörde genehmigt.
1953:
Am 14. März nahm die B! Gothia nach fünfzehnjähriger Pause ihren burschenschaftlichen Betrieb in der alten traditionsgebundenen Form wieder auf. Unser 65. Stiftungsfest am 3. Oktober stand bereits im Zeichen des wohlgelungenen Wiederaufbaues der B! und mit der Julfeier am 6. Dezember bezogen wir wieder unsere alte Bude im Gasthof "Höllbräu".
1954:
Auf Wunsch des CDC in Wien, der mit 4. Oktober 1952 wieder aktiv geworden war, wurde am 7. Mai unser Titel in "Fachstudentische Burschenschaft Gothia in Salzburg" abgeändert.
1958:
Das 70. Stiftungsfest am 31. Mai gab mit nahezu 800 Besuchern Zeugnis vom endgültigen Wiedererwachen des burschenschaftlichen Geistes.
1961:
Am 6. Mai trat die B! Gothia gemeinsam mit anderen Korporationen aus dem CDC aus.
1961:
Am 7. Mai wurde in Salzburg der "Salzburger Delegierten-Convent der ingenieurstudentischen Burschenschaften" (SDC) gegründet. An der Gründung beteiligt waren: die Burschenschaftliche Verbindung Germania Graz, die fachstudentische Burschenschaft Gothia Salzburg, die Wiener fachstudentische Burschenschaft Markomannia, die fachstudentische Burschenschaft Rugia Wien, die fachstudentische Burschenschaft Teutonia Innsbruck und die Burschenschaft Wiking Mödling.
1962:
Unser Titel wurde schließlich im September mit "Burschenschaft Gothia" festgelegt.
1964:
Das Jahr stand im Zeichen interner Probleme. Einige Aktive und Inaktive kehrten der B! Gothia den Rücken und gründeten eine eigene Burschenschaft, die B! Germania Salzburg. Als Gründungsjahr wurde 1883 festgelegt und mit der Reaktivierung der 1919 in der B! Gothia aufgegangenen D.Ö.B! Germania begründet. Wegen dieses Bruchs des Gotheneids wurde vom BC über sechs Gothen die c.i.-Chassierung ausgesprochen und über die B! Germania der Verruf verhängt. Mit Unterstützung der Alten Herren gelang es den verbliebenen Burschen schon nach kurzer Zeit, wieder eine handlungsfähige Aktivitas zu schaffen.
1980:
Alte Herren und Aktive renovierten mit Unterstützung des von Gothen gegründete, Studentenvereines Mülln das ehemalige "Gasthaus zum Hasen" in Mülln.
1981:
Seit Herbst stehen diese Räumlichkeiten der B! Gothia als Bude zur Verfügung. Der Aktivbetrieb bekam dadurch wieder neuen Aufschwung.
1983:
Seit 1964 gab es immer wieder Versuche zur Bereinigung der Situation mit der im Lauf der Jahre sehr aktiv gewordenen B! Germania Salzburg. In langen Verhandlungen zwischen Vertretern Gothias und Germanias konnte zwar nicht in allen Punkten Übereinstimmung gefunden werden, in Erwartung einer verstärkten, gedeihlichen Zusammenarbeit der aktiven ingenieurstudentischen Burschenschaften Österreichs, hob jedoch die B! Gothia das Verkehrsverbot zur B! Germania auf und stimmte anläßlich des SDC-Burschentages im Juni ihrer Aufnahme in den SDC zu.
1986:
Zu allen Zeiten haben aber nicht nur Probleme, sondern hauptsächlich schöne Stunden den Lauf unsere Couleurgeschichte bestimmt. Unser 98. Stiftungsfest im Herbst konnten wir in Verbindung mit dem 25-jährigen Bestandsjubiläum des SDC zu einem würdigen Fest gestalten.
1988:
Vom 13.-15. Mai feierte die B! Gothia ihr 100. Stiftungsfest. So wie das 70. und das 80. Stiftungfest wurde es in den Mai, die Zeit des Wachsens, Blühens und Gedeihens, vorverlegt. Dieses Fest und die damit verbundene 100-jährige Aktivzeit gibt Zeugnis von der Kraft des burschenschaftlichen Geistes in der B! Gothia.

Die zunehmende Verschulung an der Höheren Technischen Lehranstalt und die ungewisse Zukunft dieses Bildungsweges führten zu Überlegungen, die Burschenschaft Gothia als akademische Verbindung weiterzuführen. In Sondierungsgespräche mit den Akademischen Burschenschaften Österreichs, den Freiheitlichen Akademikerverbänden (FAV) und der Vereinigung Alter Burschenschafter (VAB) stieß diese Idee auf positive Resonanz.
1992:
Der Bundesconvent beschloß die Umbenennung in "Akademische Burschenschaft Gothia zu Salzburg" und eine Anpassung der Satzung.
1994:
wurde der Antrag auf Aufnahme in die Deutsche Burschenschaft in Österreich (DBÖ) gestellt. Die Aufgaben der Schutzburschenschaft wurden von der Akademischen Burschenschaft Arminia Czernowitz zu Linz übernommen.
1998:
Nach Schlagen der Anerkennungsmensuren wurde die B! Gothia in die DBÖ aufgenommen.
1998:
In diesem Jahr war es dem Studentenverein Mülln möglich einen Teil des Hauses in der Müllner Hauptstraße käuflich zu erwerben und Wohnmöglichkeiten für Aktive zu schaffen.
2013:
Am Burschentag 2013 in Eisenach wurde die B! Gothia in die Deutsche Burschenschaft (DB) aufgenommen.